Meine Hundekumpels und ich

Hugo ~ BennyđŸ€ ~ Max ~ SamđŸ€ ~ Bobi

Eigentlich wollte ich nie, dass Tiere bei und mit mir leben. Auch eigene Kinder wollte ich nie. Zuviel Verantwortung. Zuviel „Unfreiheit“. Ja, ich wollte unabhĂ€ngig sein. Kinder und Jugendliche hatte ich dann eine Zeitlang um mich herum. Bei der Arbeit als SonderpĂ€dagogin. Und ich liebe auch Kinder, weil sie was ganz Besonderes sind. Und was ist mit Tieren? Ja, Tiere waren eigentlich nie so vordergrĂŒndig in meinem Leben. Ich mochte sie, aber ich habe mir nie Gedanken ĂŒber sie gemacht. Sie waren einfach da.

Hugo, Benny🌈 und Max (Sommer 2017)
Sam 🌈 (Februar 2025)
Bobi (September 2025)

Hugo ~ mein SeelengefÀhrte

Doch seit ich mich so stark mit Mutter Erde verbunden fĂŒhle, entwickelte sich eine ganz besondere Liebe und Verbindung zu Tieren. Und plötzlich hatte ich das GefĂŒhl, dass ich einen Hund an meiner Seite möchte. Welcher dann auch ganz schnell in mein Leben trat, mich fand und seit dem bei mir ist. Wir haben uns in einer spanischen Tötungsstation gefunden. Das war am 20. September 2012.

Seitdem hat sich mein Leben sehr verĂ€ndert und vor allem bereichert. Hugo hat mir so viel gezeigt. Ich habe soviel von ihm gelernt. Und er hat mich auf so viele Themen von mir gestoßen. Neben der Liebe, die er einfach hat und gibt, ist er eben auch ein wunderbarer Begleiter. Und je Ă€lter er wird, desto mehr hat er die Energie eines alten Schamanen.

NatĂŒrlich ist Hugo auch Hund. Und ich stoße immer wieder an meine Grenzen mit ihm, weil er nicht immer auf mich hört und einen wirklich dicken Dickkopf hat. Er ist eben auch ein Individualist, so wie ich. Und so wie er ist, ist er genau richtig. Genauso liebe ich ihn auch.

Ja, Hugo hat wirklich seinen eigenen Kopf und er geht auch seinen eigenen Weg. Im September 2026 wird er 15 Jahre alt. Er ist mittlerweile sehr dement und auch langsam. Aber er macht immer noch sein Ding. In den letzten 1,5 Jahren hatte er immer mal Phasen, wo ich dachte, JETZT geht er. Aber Pustekuchen. Er ist immer wieder aus seiner „Gruft“ auferstanden. Mal schauen, wie es weitergeht…

Hugo & ich im August 2014 ///// Hugo im Juli 2025

Benny ~ mein Herzöffner

Benny kam im Mai 2015 in mein Leben. Er war ein Pflegehund von der Tierschutzorganisation AxarquĂ­a Animal Rescue (AAR), den ich bei mir in Pflege aufgenommen hatte. Er wurde auf einer Tankstelle ausgesetzt, wo er einige Wochen lebte und von TierschĂŒtzern gefĂŒttert wurde. Eine Frau nahm ihn dann irgendwann zu sich. Dort lief er weg. Dann kam er ĂŒber die AAR fĂŒr eine Woche in eine Hundepension bis er dann letztendlich bei mir in Pflege landete. Nachdem er eine Woche bei uns war, war mir schon klar, das Benny bleiben wird. Hugo und ich hatten ihn sofort ins Herz geschlossen. Es war Liebe auf dem ersten Blick.

Seitdem war Benny bei uns und erfreute unser Herz. Er war (und ist es sicherlich immer noch) ein fröhlicher kleiner Racker und auch ein Kuschelhund, der mich immer wieder zum Lachen brachte. Selbst wenn es mir mal nicht so gut ging, schaffte er es ganz schnell, dass ich wieder gute Laune hatte.

Auch Benny war ein wunderbarer Begleiter. Allerdings auf eine ganz andere Art als Hugo. Viel sanfter und feiner.

Benny starb in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2024. In der Nacht vor dem Tierarzt-Termin, an dem ich entscheiden wollte, ob ich ihn einschlĂ€fern lasse oder nicht. Ich hatte in dieser Nacht lange mit ihm kommuniziert. Und ihm die Entscheidung ĂŒberlassen. Er hatte sich letztendlich dann fĂŒr einen natĂŒrlichen Tod entschieden. WofĂŒr ich ihm sehr dankbar bin.

Bennys Übergang habe ich nur im Halbschlaf mitbekommen. Ich war aber sofort wach, als er verstorben war. Und ich war dann noch ein oder zwei Stunde bei ihm gesessen, um mich von ihm zu verabschieden.

Run free, kleiner Benny. Vuela alto đŸŒˆđŸ€ … Du bist und bleibst in meinem Herzen. 💕

Benny & ich 2015 ///// Benny im Dezember 2024, ein paar Tage bevor er auf die andere Ebene ging đŸ€

Max ~ mein Seelen-Kind

Max kam Anfang April 2017 zu mir. Er wurde zusammen mit seiner Schwester gefunden, von Freunden. Er war bereits ca. 8 oder 9 Wochen alt. Er rief mich irgendwie von Anfang an. Doch ich traute mich erst nicht ihn zu nehmen.

Ein WELPE (ich wollte nie Kinder, weder menschliche noch tierische) und dann noch ein dritter Hund in meiner ca. 35 m2 Behausung (allerdings mit viel eingezĂ€untem Land drumherum). Ich dachte ich kann das nicht. Eine echte Herausforderung fĂŒr mich. Doch mein Herz sagte TU ES. Und so nahm ich ihn auf. Es war fĂŒr mich nicht immer einfach. Wahrscheinlich auch nicht fĂŒr Max. Aber ich bin froh, dass er hier ist. Sehr froh sogar.

Max ist ein kleiner Kobold. Keck, frech, mutig, intelligent und sehr selbstĂ€ndig. Er gehörte von Anfang an zu unserer kleinen (Hunde-) Familie. Irgendwie hat er unsere Familie kompletter gemacht. Wir lieben ihn und er ist auch nicht mehr wegzudenken…

Mittlerweile ist Max auch schon alt mit seinen 9 Jahre. Und auch nicht mehr ganz so koboldhaft. Er ist gerade am Erblinden. Was fĂŒr ihn und fĂŒr uns alle eine kleine Herausforderung ist. 💚

Max (mit ca. 3 Monaten) & ich im April 2017 ///// Max im November 2025

Sam ~ mein grosser Lehrmeister

Sam kam am 20. Februar 2025 in mein Leben, fĂŒr nur ein halbes Jahr. Er wurde in Periana von einer jungen Frau gefunden, die ihn aber nicht aufnehmen konnte. Also fand er bei uns sein neues Zuhause.

Sam war eine riesen Herausforderung fĂŒr mich. Zum einen, weil er Gene von einen belgischen SchĂ€ferhund hatte (ein Mischling). Und ich einen riesengroßen Respekt vor dieser „Rasse“ habe. Ich dachte, ich kann das nicht.
Und zum um anderen, weil Sam ein halbes Jahr spÀter plötzlich krasse Krankheitssymptome hatte und innerhalb von 5 Tagen verstarb.

Sam hatte eine eher sanfte Art, trotz seiner Malinois-Gene. Und eine enorme Reife, obwohl er gerade mal zwei Jahre alt war. TatsĂ€chlich hatte er die Energie einer „alten Seele“. NatĂŒrlich kamen auch stark seine Malinois-Gene zum Vorschein, aber das hielt sich in Grenzen (im Vergleich zu Bobi, der nach ihm kam).

Nachdem ich die Herausforderung der Integrierung in unsere Hundegruppe geschafft hatte, und wir ein paar Monate ein recht friedliches Zusammensein genießen durften, wurde er plötzlich sehr krank.

Er hatte wohl schon eine lĂ€ngere Zeit Leishmaniose, wovon ich nichts wusste. Er hatte aber auch sehr wahrscheinlich ein Objekt im Darm. Wegen der schlechten Blut- und Nierenwerte (durch die Leishmaniose) konnte er nicht operiert werden. Vielleicht ist er auch an Darmverschluss gestorben…

In seinen letzten 5 Tagen, was letztendlich seine Sterbephase war, durfte ich lernen anzunehmen, loszulassen und abzugeben. Ich habe die Entscheidung, ob er leben oder sterben will an Sam abgegeben. Ihm alles angeboten (Essen, Wasser, Medizin und auch Liebe und NĂ€he) und er durfte entscheiden, was er annimmt. Manchmal sonderte er sich ab, manchmal suchte er ganz gezielt unsere NĂ€he.

Die Entscheidung, ihn nicht in die Tierklinik zu geben, war sehr schwer fĂŒr mich. Sie fĂŒhlte sich dennoch richtig an. WEIL die Wahrscheinlichkeit, dass er ĂŒberleben wĂŒrde nicht sehr gross war. Ich wollte nicht, dass Sam einsam und alleine in einer kalten Tierklinik in einem engen KĂ€fig mit einem zu kleinen Maulkorb stirbt. 

Das waren eine der lehrreichsten und emotionalsten 5 Tage meines Lebens. Sie haben mir viel gezeigt, ĂŒber die Sterbephase eines Tieres. Was ein Tier tatsĂ€chlich braucht. Ich war DA und haben den Raum gehalten. Das war das einzige, was ich in dieser Phase machen konnte. Ich sehe das Sterben jetzt mit anderen Augen. Und ich wĂŒrde es immer wieder so machen. Als Benny ging hatte ich das noch nicht so klar. Bei Benny hatte ich noch nicht so das GefĂŒhl fĂŒr die Sterbephase.

Sam lehrte mich meiner Intuition zu vertrauen, wenn der Verstand und die Schuld meint die Herrschaft ĂŒbernehmen zu wollen.

Sam verstarb am 14. August 2025, in der brĂŒhenden Mittagshitze. Ich wusste in dem Moment, dass er gehen wird. Und so war ich an seiner Seite, als er auf die andere Ebene ging…

Run free, kleiner Sam 🌈 Vuela alto, chiquitĂ­n đŸ€ … DANKE, dass ich dich kennenlernen durfte. 🙏 Du bleibst in meinem Herzen 💗

Sam im Februar 2025
Sam im August 2025 kurz vor seinem Tod đŸŒˆđŸ€

Bobi ~ der Troll

Bobi kam im September 2025 in mein Leben. Eine Familie wollte ihn abgeben. Die Familie hatte ihn als Welpe gefunden und aufgezogen. Doch dann wurde die Frau schwer krank und der Mann (ein Fischer) arbeitete 12 Stunden am Tag. Dazu kam, dass Bobi ein belgischer-deutscher-SchÀferhund-Mischling mitten in der PubertÀt war (mit seinen fast zwei Jahren). Er lebte in einem Appartement in einer Kleinstadt. Die Frau war schon soweit ihn einschlÀfern zu lassen, weil niemand ihn aufnehmen wollte. Angeblich auch keine Tierschutz-Organisation.

Als Bobi also am 10. September 2025 hier einzog, war er wie ein kleiner Prinz. Er kannte nicht das Landleben und auch nicht das Draußen leben. Er musste sich an ein komplett neues Leben gewöhnen mit ganz neuen GefĂ€hrten, Routinen und GerĂ€uschen. In der ersten Nacht hatte er nur gebellt, weil er das alles nicht kannte. Ich legte mich also draußen zu ihm, was ihn letztendlich beruhigte.

Mittlerweile liebt Bobi das Landleben und das Draußen sein. Er ist definitiv kein Prinz mehr. Sondern eher ein Troll/Kobold. Max und Hugo waren in ihren jungen Jahren ja auch Kobolde. Bobi vereint tatsĂ€chlich irgendwie alle 4 Charaktere, also die von Hugo, Benny, Max und Sam.

Auch der Einzug von Bobi war und ist immer noch eine Herausforderung. Bobi ist nicht aggressiv oder so. Er fordert in seinem jugendlichen Leichtsinn gerne heraus. Hugo konnte das mit ihm klÀren in seiner dementen Ruhe. Mit Max ist das immer noch schwierig.

Bobi und Max haben sich noch nicht geeinigt. Wobei das mehr an Max liegt. Er will dominieren und ist gleichzeitig unsicher, da er kaum noch etwas sieht. AnfĂ€nglich konnte Max Bobi noch dominieren und manipulieren. Jedoch nach ca. 2 Monaten gewann Bobi immer mehr Selbstbewusstsein (aus dem Prinz wurde ein Troll) und wehrte sich. Das fĂŒhrte zum Teil zu sehr heftigen Auseinandersetzungen, so dass ich entschied beide erstmal zu trennen. Max ist ja sowieso die meiste Zeit im Wohnmobil. Und wenn er raus will, binde ich Bobi an einer langen Leine an. Er spielt dann meist eh mit seinem Ball.

Ja, der Ball ist sowieso seine große Liebe. Ich weiß nicht, wieviel BĂ€lle Bobi schon geschreddert hat.

Bobi ist mir mittlerweile total an Herz gewachsen. Am Anfang wollte ich ihn gar nicht aufnehmen. Ich hatte erst abgelehnt. Doch ich spĂŒrte, dass er ein ganz besonderes Wesen ist, und so entschied ich mich fĂŒr ihn. Und jetzt bin ich froh, dass er hier ist.

Bobi im MĂ€rz 2026
Bobi im Juni 2026